Griechenland im Würgegriff – ein anderer Kurs ist wählbar

Griechenland befindet sich seit nunmehr fünf Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise.
· Die Arbeitslosigkeit ist auf 30 % gestiegen, bei den
Jugendlichen sind es ca.60 %.
· Vier Millionen (von 10 Millionen) leben in Armut.
· Löhne und Gehälter sind seit 2008 um 50 % gesunken.
· Die Gesundheitsvorsorge ist in weiten Strecken zusammengebrochen.
Das ist das Ergebnis der Kürzungspolitik der „Troika“ (EZB/EU/IWF), die von dergriechischen Regierung umgesetzt wird. Vor allem die deutsche Bundesregierung erhöht beständig den Druck auf die griechische Bevölkerung. Immer neue Pläne zum Sozialabbau und zu Privatisierungen werden bekannt. Der Ausverkauf des Landes steht an. So sollen ab
2014 Besitzer_innen von Wohnungen, die ihre Hypotheken nicht mehr zahlen können, aus ihren Wohnungen geräumt werden.
Wir sagen: Die deutsche Regierung trägt mit ihrem „Sparkurs“ die unmittelbare Verantwortung für das Massenelend in Griechenland. Die sogenannten Hilfspakete dienen nur den Interessen der Gläubiger. Von 100 Euro Hilfsgeldern fließen sofort wieder 80 Euro zurück an die Gläubiger.
Die griechischen Lohnabhängigen wehren sich mit Streiks und Massendemonstrationen gegen die unerträgliche Situation. Doch ohne den Sturz der Regierung Samaras kann es keine Besserung der Lage geben. Vor diesem Sturz haben die EU und die internationalen Finanzmärkte Angst. Und auch ein großer Teil der griechischen Gewerkschaftsführungen
kann oder will den Schritt zum Sturz der Samaras-Regierung nicht gehen und hat keine Alternative zu bieten.
In Berlin und anderen Städten haben sich daher Griechenlandsolidaritätskomitees gebildet. Dort sind Menschen aus verschiedenen Organisationen aktiv. Mit Demonstrationen,
Solidaritätsaktionen und Festen unterstützen wir die griechische Bevölkerung. Gleichzeitig organisieren wir Delegationsreisen, um uns und den griechischen Kolleg_innen ein besseres Verständnis der Situation zu ermöglichen.
Wir wollen diese Arbeit vertiefen und verbreitern. Doch es reicht nicht aus, nur bei der nächsten Wahl eine gute Entscheidung zu treffen, sondern es müssen auch hier Menschen gegen den Kurs der Regierung und ihrer Handlanger_innen aktiv werden. Kurz: Die
internationale Solidarität muss praktisch werden. Deshalb rufen wir auf:
Bei den Bundestagswahlen 2013 keine Stimme für die Troika-Parteien
CDU/FDP/SPD/Grüne!
Streichung der Schulden! Nein zu allen Memoranden!
Solidarität mit der griechischen Bevölkerung – Samaras wird stürzen!
Macht mit im Berliner Solikomitee!
Webseite: http://griechenlandsolidaritaetberlin.

Kontakt: griechenlandsoli@gmail.com

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