Kategorie-Archiv: Krise

Die europäischen Eliten stellen Griechenland ein Ultimatum

BREAKING: Die europäischen Eliten stellen Griechenland ein Ultimatum. Die Regierung müsse bis Freitag einen Antrag auf Verlängerung des bisherigen Troika-Programms stellen, sagte Eurogruppen-Vorsitzender Jeroen Dijsselbloem heute Abend auf einer Pressekonferenz. „Es gibt keine Alternative zu einer Verlängerung“, fügte EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici hinzu, Margaret Thatcher zitierend. „In der Geschichte der EU haben Ultimaten noch nie zu etwas Gutem geführt“,  antwortete kurz darauf Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis. Dijsselbloem habe ihm ein akzeptables Kompromiss-Dokument präsentiert, es aber wenige Minuten vor der Sitzung wieder zurückgezogen. Der neue Vorschlag, der auf einer Verlängerung der bisherigen Programme beharrt habe, sei für ihn unannehmbar gewesen. Varoufakis zeigte sich dennoch optimistisch, dass innerhalb der nächsten Tage ein Kompromiss gefunden werde.
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Griechenland im Würgegriff – ein anderer Kurs ist wählbar

Griechenland befindet sich seit nunmehr fünf Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise.
· Die Arbeitslosigkeit ist auf 30 % gestiegen, bei den
Jugendlichen sind es ca.60 %.
· Vier Millionen (von 10 Millionen) leben in Armut.
· Löhne und Gehälter sind seit 2008 um 50 % gesunken.
· Die Gesundheitsvorsorge ist in weiten Strecken zusammengebrochen.
Das ist das Ergebnis der Kürzungspolitik der „Troika“ (EZB/EU/IWF), die von dergriechischen Regierung umgesetzt wird. Vor allem die deutsche Bundesregierung erhöht beständig den Druck auf die griechische Bevölkerung. Weiterlesen

„Oder wir stürzen sie“ – Videobeitrag zur Schließung des staatlichen Senders ERT

Weltnetz.tv-Korrespondentin Stella Nikoletta Drossa war vor Ort in Thessaloniki bei den entlassenen Mitarbeitern des staatlichen Rundfunks ERT3.
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26. Juni – Internationaler Tag der Solidarität mit dem Kampf der Arbeiter_innen von VIO.ME

Deutsche Übersetzung des Aufrufs zum Aktionstag für Vio.Me.

Der Kampf der Arbeiter_innen von VIO.Me hat schon eine lange Geschichte, aber zur gleichen Zeit ist er ein Kampf, der aus der Zukunft kommt. Es ist die Geschichte einer Fabrik, die von den Eigentümern aufgegeben wurde, „vergessen“ vom Staat und der Regierung und ignoriert durch verschiedene staatliche Bürohengste der bürokratischen Gewerkschaften. Es ist die Geschichte einer Fabrik, in der, wie in vielen anderen Orten auch, die Arbeiter_innen im Kontext dieses Desasters, das die Chefs Umstrukturierung und wir globale kapitalistische Krise und Zusammenbruch nennen, arbeitslos wurden. Es ist die Geschichte der Zerstörung, wie so viele andere Geschichten um uns herum.

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VioMe-Aktionstag 26. Juni 2013

Zum Aktionstag für die sich in ArbeiterInnenhand befindliche Fabrik Viome wird es auch in Berlin vom Griechenland-Solidaritätskomitee Aktionen geben.

Wir rufen auf zu einer Solidaritätskundgebung am 26. Juni, um 18:00 Uhr am Kottbusser Tor!

Den allgemeinen Aufruf zum Aktionstag findet ihr hier (bislang nur auf Griechisch und Englisch, deutsche Übersetzung folgt). Weiterlesen

Dokumentation „Into the Fire“ über MigrantInnen in Griechenland

Die lang erwartete Dokumentation „Into the fire“ („Die versteckten Opfer der Austerität“) über Geflüchtete und MigrantInnen in Griechenland, ist endlich online. Die angegebene Version enthält deutsche Untertitel.

Streiks, Arbeitsverpflichtungen und Zensur in Griechenland

Nach längeren Streik der ArbeiterInnen der Athener Metro, wurden diese unter Androhung von Haftstrafen vom Staat zwangsverpflichtet wieder ihrer Arbeit nachzugehen (http://www.jungewelt.de/2013/02-01/029.php). Gleiches geschah bei den sich in Streik befindenden Seeleuten (http://gcr.blogsport.de/2013/02/06/seeleute-streik-athen-6-2-2013).
Mehreren Berichten zufolge hat die griechische Regierung die Söldnertruppe der Firma Blackwater beauftragt das Parlament und die Regierung zu schützen (http://www.heise.de/tp/artikel/38/38521/1.html). Zusätzlich hat die Regierung es verboten im Fernsehen Bilder von verwahrlosten Menschen zu zeigen und übt damit offensichtlich Zensur aus (http://www.heise.de/tp/artikel/38/38543/1.html). Weiterlesen

Auspressen und verdrängen – aktuelles aus Griechenland

 

Nachfolgend für alle Fälle ein Beitrag vom Internetportal German Foreign Policy (GFP) – Informationen zur deutschen Außenpolitik

Auspressen und verdrängen
17.12.2012
ATHEN/BERLIN (Eigener Bericht) – Das deutsche Spardiktat treibt Griechenland auch nach den jüngsten finanziellen „Rettungs“-Operationen tiefer in den wirtschaftlichen und sozialen Abgrund. Das Land befinde sich ökonomisch weiterhin „im freien Fall“, heißt es beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Weil die von Berlin oktroyierte Austeritätspolitik keinerlei Spielräume für wachstumsfördernde Maßnahmen lässt, rechnen Experten von der Citibank mit einem Schrumpfen der griechischen Wirtschaft um 7,4 Prozent im nächsten Jahr und um 11,8 Prozent im Jahr 2014. In diesem Zeitraum werde die Arbeitslosigkeit auf 40 Prozent steigen, urteilen die Ökonomen. Weiterlesen

Auf zum Europäischen Aktionstag! Gemeinsam gegen die Krise kämpfen!

In den letzten Monaten hat der Druck der Troika und der nationalen Regierungen auf die arbeitende und arbeitslose Bevölkerung, die Rentner_innen und die Jugendlichen in den südeuropäischen Ländern nicht nachgelassen. Im Gegenteil: In Portugal, Spanien, Griechenland und anderen Ländern sollen noch weitere Sparpakete durchgedrückt werden.

Gleichzeitig gibt es in all diesen Ländern weiterhin Widerstand. So gibt es in Portugal die größten Mobilisierungen seit dem Ende der Diktatur 1974, welche sogar eine Rücknahme von Teilen des Spardiktats erkämpfen konnten. In Griechenland fanden kürzlich die dritten Massendemonstrationen seit dem Antritt der neuen Regierung im Juni statt, in Spanien reißen die Mobilisierungen ebenfalls nicht ab. Und sogar in Frankreich und in Großbritannien gingen kürzlich zehntausende Menschen gegen Krise und Fiskalpakt auf die Straße.

In dieser Situation wurde in Portugal und in Spanien für den 14. November zu einem Generalstreik aufgerufen. Es folgte der Aufruf der griechischen Gewerkschaften, sowie aus Malta und Zypern. Gleichzeitig hat der Europäische Gewerkschaftsbund EGB diesen Tag zum europaweiten Aktionstag erklärt. Auch in Italien und sogar in Großbritannien wird darüber diskutiert, sich dem Aufruf zum Aktionstag des Europäischen Gewerkschaftsbundes anzuschließen.

Aktionstag 14. November 2012Generalstreik 14. November 2012Aktionstag 14. November

Es ist längst überfällig, auch in Deutschland gegen die Krise auf die Straße zu gehen! Griechenland und Spanien sind die Experimentierfelder für neoliberale Krisenlösungen, die früher oder später auch hier in Deutschland eingeführt werden. Bereits jetzt leben 6 Mio. Menschen in Deutschland mit einem Existenzminimum am Rand der Gesellschaft. Allein die jetzige Solidarität und der gemeinsame Kampf mit unseren Kolleginnen und Kollegen in Griechenland, Spanien und europaweit kann eine verschärfte Attacke auf die sozialen Errungenschaften in Deutschland verhindern. Wir brauchen eine starke Protestbewegung, mit Demonstrationen auf den Straßen und Streiks und Besetzungen in den Betrieben, die sich den Plänen der Banker_innen, Konzernchef_innen und deren Politiker_innen zur Abwälzung der Krisenkosten auf die arbeitende Bevölkerung in Europa entgegenstellen. Die Wirtschaftskrise ist genauso international wie der brutale soziale Kahlschlag der herrschenden Konzerne und Banken und ihrer Regierungen. Höchste Zeit, dass wir, die lohnabhängige Bevölkerung, die Jugend, die Erwerbslosen und die Rentner_innen, uns international zur Wehr setzen.

Auf zum Europäischen Aktionstag am 14. November!

  • Solidarität mit den Generalstreiks in Südeuropa!
  • Rücknahme und Stopp aller Spardiktate!
  • Die Kapitalist_innen sollen ihre Krise selbst bezahlen!
  • Für einen Europaweiten Generalstreik!

Kundgebung und Demonstration zum Europäischen Aktionstag

14. November:
15 Uhr Kundgebung des DGB am Brandenburger Tor
16.30 Uhr Demonstration des Griechenland-Solidaritätskomitees, Startpunkt: Pariser Platz/Brandenburger Tor, Endpunkt: Potsdamer Platz

Flyer als pdf zum Download (326 KB)


Flyer Aktionstag 14.11.2012Flyer Aktionstag 14.11.2012

Join us on European Action Day
Let’s fight this crisis together!

The pressure imposed by Troika and national governments on the working population and the unemployed, on pensioners and on young people in Southern Europe is increasing. Resistance however is also on the rise: the largest demonstrations since the end of the dictatorship in 1974 in Portugal, protesters prompted the cancellation of some austerity measures. In Greece and Spain, mobilisation is gaining in momentum. Even in France and Britain, tens of thousands of people took to the streets in protest against the crisis. People are increasingly demonstrating their unwillingness to tolerate the authoritarian behaviour of those in power.
The European Federation of Unions has declared the 14 November a european-wide action day. In Portugal, Spain and Malta, general strikes have been called, and protests and actions organised in Italy, Cyprus and Great Britain.
Protests against the crisis in Germany are long overdue! Greece and Spain are being used as test grounds for neoliberal crisis management policies, which are also intended for implementation in Germany. People are already suffering here under increased poverty and social exclusion, while a wealthy few are amassing more and more wealth. If we do not intervene now, these trends will only get worse. Only by practising solidarity now and joining a common fight with fellow protesters throughout Europe can this be prevented.
With demonstrations on the streets, strikes, and the occupation of companies and institutions, we are actively opposing the plans of those in power to pass the costs of the crisis on to us. With massive, brutal cutbacks by the dominant corporations, banks and their governments , capitalism is revealing its true face – there is no such thing as a socially just or “tame” capitalism. High time therefore that we organise resistance on an international level.
Join us on the European Action Day – 14 November 2012
Solidarity with the General Strikes in Southern Europe
Cancellation and stop to all cuts and austerity measures!
The Capitalists should pay for their own crisis!
For a european-wide General Strike!
Rally and Demonstration on the European Action Day
On 14 November 2012, at 3pm, Pariser Platz / Brandenburg Gate

Eindrücke von einer Reise in die griechische Krise

Rede auf der Demonstration „Um Fair Teilen“, 29. September 2012, Berlin, Alexanderplatz

Lampros Savvidis (Hellenische Gemeinde zu Berlin e.V.)

 

Liebe deutsche Mitbürger, liebe Landsleute aus Griechenland, liebe Freunde aus ganz Europa, aus der Türkei und anderen Staaten, liebe Genossinnen und Genossen!

 

Was uns heute zusammengeführt hat, ist die große Krise des herrschenden Systems, der Kapitalismus. Seine katastrophalen Folgen sind überall spürbar, am stärksten jedoch in Südeuropa. Griechenland, meine Heimat, ist das erste und am schlimmsten betroffene Land, an dem – ich weiß nicht warum – ein Exempel statuiert werden soll. Auf jeden Fall empfinden sich die Einwohner als Versuchskaninchen und ihr Land als Testfeld. Weil ich erst vor einer Woche von dort zurückgekehrt bin, möchte ich hier berichten, was ich in Griechenland gesehen, gehört, gelesen und in zahlreichen Gesprächen erfahren habe: Weiterlesen