Kategorie-Archiv: Widerstand gegen die Krisenpolitik

Streiks, Arbeitsverpflichtungen und Zensur in Griechenland

Nach längeren Streik der ArbeiterInnen der Athener Metro, wurden diese unter Androhung von Haftstrafen vom Staat zwangsverpflichtet wieder ihrer Arbeit nachzugehen (http://www.jungewelt.de/2013/02-01/029.php). Gleiches geschah bei den sich in Streik befindenden Seeleuten (http://gcr.blogsport.de/2013/02/06/seeleute-streik-athen-6-2-2013).
Mehreren Berichten zufolge hat die griechische Regierung die Söldnertruppe der Firma Blackwater beauftragt das Parlament und die Regierung zu schützen (http://www.heise.de/tp/artikel/38/38521/1.html). Zusätzlich hat die Regierung es verboten im Fernsehen Bilder von verwahrlosten Menschen zu zeigen und übt damit offensichtlich Zensur aus (http://www.heise.de/tp/artikel/38/38543/1.html). Weiterlesen

Generalstreiks und Solidaritätsdemonstrationen

Am Mittwoch, dem 14. November kam es in Portugal, Spanien, Griechenland, Zypern und Belgien zu Generalstreiks und anschließenden Massendemonstrationen gegen den herrschende Sparpolitik. Dazu die TAZ

In Berlin gab es eine Kundgebung mit den Gewerkschaften und eine anschließende Demonstration mit über 1200 Teilnehmern. Siehe dazu Bericht 1 Bericht 2

Eine Zusammenfassung über die Streiks findet sich hier.

Auf zum Europäischen Aktionstag! Gemeinsam gegen die Krise kämpfen!

In den letzten Monaten hat der Druck der Troika und der nationalen Regierungen auf die arbeitende und arbeitslose Bevölkerung, die Rentner_innen und die Jugendlichen in den südeuropäischen Ländern nicht nachgelassen. Im Gegenteil: In Portugal, Spanien, Griechenland und anderen Ländern sollen noch weitere Sparpakete durchgedrückt werden.

Gleichzeitig gibt es in all diesen Ländern weiterhin Widerstand. So gibt es in Portugal die größten Mobilisierungen seit dem Ende der Diktatur 1974, welche sogar eine Rücknahme von Teilen des Spardiktats erkämpfen konnten. In Griechenland fanden kürzlich die dritten Massendemonstrationen seit dem Antritt der neuen Regierung im Juni statt, in Spanien reißen die Mobilisierungen ebenfalls nicht ab. Und sogar in Frankreich und in Großbritannien gingen kürzlich zehntausende Menschen gegen Krise und Fiskalpakt auf die Straße.

In dieser Situation wurde in Portugal und in Spanien für den 14. November zu einem Generalstreik aufgerufen. Es folgte der Aufruf der griechischen Gewerkschaften, sowie aus Malta und Zypern. Gleichzeitig hat der Europäische Gewerkschaftsbund EGB diesen Tag zum europaweiten Aktionstag erklärt. Auch in Italien und sogar in Großbritannien wird darüber diskutiert, sich dem Aufruf zum Aktionstag des Europäischen Gewerkschaftsbundes anzuschließen.

Aktionstag 14. November 2012Generalstreik 14. November 2012Aktionstag 14. November

Es ist längst überfällig, auch in Deutschland gegen die Krise auf die Straße zu gehen! Griechenland und Spanien sind die Experimentierfelder für neoliberale Krisenlösungen, die früher oder später auch hier in Deutschland eingeführt werden. Bereits jetzt leben 6 Mio. Menschen in Deutschland mit einem Existenzminimum am Rand der Gesellschaft. Allein die jetzige Solidarität und der gemeinsame Kampf mit unseren Kolleginnen und Kollegen in Griechenland, Spanien und europaweit kann eine verschärfte Attacke auf die sozialen Errungenschaften in Deutschland verhindern. Wir brauchen eine starke Protestbewegung, mit Demonstrationen auf den Straßen und Streiks und Besetzungen in den Betrieben, die sich den Plänen der Banker_innen, Konzernchef_innen und deren Politiker_innen zur Abwälzung der Krisenkosten auf die arbeitende Bevölkerung in Europa entgegenstellen. Die Wirtschaftskrise ist genauso international wie der brutale soziale Kahlschlag der herrschenden Konzerne und Banken und ihrer Regierungen. Höchste Zeit, dass wir, die lohnabhängige Bevölkerung, die Jugend, die Erwerbslosen und die Rentner_innen, uns international zur Wehr setzen.

Auf zum Europäischen Aktionstag am 14. November!

  • Solidarität mit den Generalstreiks in Südeuropa!
  • Rücknahme und Stopp aller Spardiktate!
  • Die Kapitalist_innen sollen ihre Krise selbst bezahlen!
  • Für einen Europaweiten Generalstreik!

Kundgebung und Demonstration zum Europäischen Aktionstag

14. November:
15 Uhr Kundgebung des DGB am Brandenburger Tor
16.30 Uhr Demonstration des Griechenland-Solidaritätskomitees, Startpunkt: Pariser Platz/Brandenburger Tor, Endpunkt: Potsdamer Platz

Flyer als pdf zum Download (326 KB)


Flyer Aktionstag 14.11.2012Flyer Aktionstag 14.11.2012

Join us on European Action Day
Let’s fight this crisis together!

The pressure imposed by Troika and national governments on the working population and the unemployed, on pensioners and on young people in Southern Europe is increasing. Resistance however is also on the rise: the largest demonstrations since the end of the dictatorship in 1974 in Portugal, protesters prompted the cancellation of some austerity measures. In Greece and Spain, mobilisation is gaining in momentum. Even in France and Britain, tens of thousands of people took to the streets in protest against the crisis. People are increasingly demonstrating their unwillingness to tolerate the authoritarian behaviour of those in power.
The European Federation of Unions has declared the 14 November a european-wide action day. In Portugal, Spain and Malta, general strikes have been called, and protests and actions organised in Italy, Cyprus and Great Britain.
Protests against the crisis in Germany are long overdue! Greece and Spain are being used as test grounds for neoliberal crisis management policies, which are also intended for implementation in Germany. People are already suffering here under increased poverty and social exclusion, while a wealthy few are amassing more and more wealth. If we do not intervene now, these trends will only get worse. Only by practising solidarity now and joining a common fight with fellow protesters throughout Europe can this be prevented.
With demonstrations on the streets, strikes, and the occupation of companies and institutions, we are actively opposing the plans of those in power to pass the costs of the crisis on to us. With massive, brutal cutbacks by the dominant corporations, banks and their governments , capitalism is revealing its true face – there is no such thing as a socially just or “tame” capitalism. High time therefore that we organise resistance on an international level.
Join us on the European Action Day – 14 November 2012
Solidarity with the General Strikes in Southern Europe
Cancellation and stop to all cuts and austerity measures!
The Capitalists should pay for their own crisis!
For a european-wide General Strike!
Rally and Demonstration on the European Action Day
On 14 November 2012, at 3pm, Pariser Platz / Brandenburg Gate

Demonstrationen in Berlin und Spanien

Athen, Berlin, Madrid – Gemeinsam gegen Sparpolitik

Am vergangenen Dienstag haben etwa 200-250 Menschen in Berlin ihre Solidarität mit den Protestierenden in Spanien zum Ausdruck gebracht.

Demo-Berichte: Indymedia-Artikel, Indymedia-Artikel

Entgegen den Falschmeldungen mehrerer Medien haben in Spanien zur fast gleichen Zeit mehrere Zehntausende gegen die Sparpolitik der Regierung demonstriert. Dabei kam es zu mehreren Übergriffen der Polizei auf Demonstranten.

Berliner solidarisch mit Madrid und Athen
Berlin. Rund 200 Menschen haben in Berlin am Dienstag abend unter dem Motto »Athen, Berlin, Madrid – gemeinsam gegen Sparpolitik« demonstriert. Mit spanischen Parolen wie »No pasarán!« (»Sie kommen nicht durch!«) bekundete der Demonstrationszug Solidarität mit den Protesten in Madrid, wo zum gleichen Zeitpunkt Zehntausende den Kongreß umzingelten. Eingeladen hatte das Griechenland-Solidaritätskomitee Berlin. Unter den Teilnehmern waren Linksradikale, einige Bundestagsabgeordnete der Linkspartei sowie Vertreter von Migrantengemeinden.

Lampros Savvidis von der Hellenischen Gemeinde Berlin erklärte, die Probleme Griechenlands seien Folge des Kapitalismus. Der Anmelder der Demonstration, Martin Mitterhauser, betonte, der kleine aber lautstarke Protestzug sei auch ein »Appell an die Berliner Linke«. Bei der »umfairteilen«-Demonstration am Sonnabend wird es einen eigenen Block zur internationalen Solidarität mit Griechenland geben.
( junge Welt)

Athen, Berlin, Madrid gemeinsam gegen Sparpolitik!

Spanische Version

Zum 15. und 25. September  2012 mobilisieren die spanischen Gewerkschaften und Teile der 15-M-Bewegung zu einem „Marsch auf Madrid“. Sie protestieren damit gegen die massive Sparpolitik der Troika aus EU, EZB und IWF. Diese sieht enorme Einschnitte bei Löhnen der öffentlich Beschäftigten, eine Verschlechterung des Arbeits- und Sozialrechts und eine Privatisierung der Altersvorsorge vor. Damit droht Spanien das „zweite Griechenland“ zu werden.

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Nachrichten aus Spanien und Griechenland

Eine kleine Zusammenstellung von den neuesten Entwicklungen und Protesten in Spanien und Griechenland.

Proteste gegen die Sparpläne in Spanien